Digitalisierung – früher und heute

Digitalisierung, Digitale Transformation

Heute morgen saß ich so im Auto auf dem Weg zur Arbeit und hörte dabei Radio. Wie immer in Gedanken vertieft, was der Tag so bringen mag. Aber plötzlich dringt dann doch die Musik bis zu mir durch und ich denke, „was für ein geiles Lied“. Diese Situation kennen bestimmt alle von uns. Und dank der Digitalisierung bleibt es auch bei der Freude.

Denn selbstverständlich habe ich nicht mitbekommen wer der Interpret ist oder wie das Lied heißt – falls die Namen überhaupt gefallen sind. Wäre ja auch zu einfach. Auf jeden Fall: Was tue ich? Ich tue etwas heutzutage ganz selbstverständliches – ich greife zum Handy und benutze die Shazam-App. Was für ein Segen!

Ruck zuck weiß ich, welches Lied gerade gespielt wurde und kann mir später in Ruhe überlegen, welcher Playlist auf welchem Musikportal ich dieses Lied hinzufügen möchte.

Liedersuche im Wandel der Zeit

Wie hätte ich das denn in der nicht digitalen Vergangenheit gelöst?

Ganz früher

  1. Ich merke mir Tag, Uhrzeit und Sender und rufe dann, nachdem ich mir die Telefonnummer des Senders bei der telefonischen Auskunft erfragt habe, dort an und frage welches Lied das war. Bestenfalls klappt das!
  2. Schlechtestenfalls habe ich eine der Informationen vergessen, weil ich sie mir während der Autofahrt nicht aufschreiben konnte und kann mir den Anruf sparen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Mitarbeiter der Sender nur wenig bis gar keine Lust haben sich das Lied von mir vorsummen zu lassen und im Archiv danach zu suchen.

Früher

Mit dem Internet wurde es schon einfacher. Da konnte man auf den Websites der Radiosender die Playlistes nachlesen – natürlich nur unter der Voraussetzung wie oben unter Punkt 1.

Heute

Heute gibt es – quadratisch, praktisch, gut – eine App. Ich höre ein Lied, halte mein Handy davor und schon weiß ich in sekundenschnelle wie das Lied heißt und wer es singt.

Gut, dass ist jetzt nur ein Beispiel. Es lassen sich noch ganz viele nennen, die unser Leben tatsächlich vereinfachen. Flüge buchen, Wissen nachlesen, Essen bestellen, Musik hören und sammeln, Termine planen, mit Leuten kommunizieren etc.

Digitalisierung macht viele Dinge nicht anders, nur einfacher

Ich behaupte ja, und übrigens nicht nur ich, dass wir vieles von dem was die Digitalsierung heute erleichtert auch schon früher gerne gehabt hätten, nur eben nicht die technischen Möglichkeiten dazu hatten. Der Wirtschaftshistoriker Prof. Dr. Klemens. Skibicki, sagte auf einem Vortrag dasselbe. Was bedeutet das im Grunde? Das die digitale Transformation uns hilft, Sehnsüchte und Bedürfnisse, die wir schon immer hatten nun Realität werden lassen. Oder in seinen Worten: „Menschen machen was sie immer gemacht haben, nur einfacher.“

Unser Alltag 2.0

Haben wir uns früher nicht auch schon immer verabredet? Und schriftliche Einladungen versendet, x-mal telefoniert oder ewig auf jemanden gewartet, weil er nicht pünktlich kam und wir nicht wussten was los ist. Heute geht das ganz einfach mit einer Whatsapp-Gruppe, Doodle-Umfragen oder einer E-Mail Gruppenmail. Wunderbare Hilfsmittel, die ohne die Digitalisierung nicht möglich wären. Nehmen wir mal ein anderes Beispiel wie z.B. Tageszeitungen. In der einen war der Sportteil super, in der anderen die Lokalberichterstattung. In einer dritten vermutlich der Politikteil und noch in einer anderen das Feuilleton. Wie viel Zeitschriften hatte man den früher normalerweise abonniert? Vermutlich eine oder max. zwei. Und heute? Heute kann ich mir von jeder Zeitschrift die Onlineversion anschauen, sehe alles auf einen Blick oder kann mir die Breaking news per Mitteilung auf das Handy schicken lassen.

Angst isst Nutzen auf

Leider verstehen viele Menschen diese Möglichkeiten nicht als logische Entwicklung oder Erfüllung von Bedürfnissen und nehmen nicht war, dass die Digitalisierung so viel mehr ist als nur ein technologischer Fortschritt oder die GAFA-Monopolisten. Die Digitalisierung und die damit verbundenen Möglichenkeiten vereinfachen unser Leben, schaffen Kommunikationmöglichkeiten, lassen uns zu jeder Zeit an jedem Ort am Wissen der Welt teilhaben und verschafft mir als Individuum ganz neue Perspektiven. Warum also diese Angst? Dem möchte ich gerne noch auf den Grund gehen. Falls Ihr Gedanken oder Ideen habt, warum sich so viele Menschen gegen die digitale Transformation sträuben, dann lasst mich das gerne wissen.




Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

CommentLuv badge